Mein Name ist Salvatore Messina. Ich bin stolzer Vater von 3 Kindern. Mein Sohn hat vor kurzem mit Karate angefangen. Meine kleine Tochter möchte auch immer mit ins Karate-Training, aber leider ist sie noch zu klein und zu verspielt dafür. Sie muss sich noch ein bisschen gedulden. Ob mein 3. Kind auch ins Karate-Training möchte wird sich noch zeigen, da es erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt hat. Ich habe 1987 mit Karate angefangen. 6 Jahre später hat man mir das erste Kindertraining anvertraut. Seit dem habe ich zahlreiche Gruppen im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich trainiert. Um meiner Trainertätigkeit gerecht zu werden habe ich im Laufe der Jahre die Ausbildung zum C-Trainer und B-Trainer erfolgreich absolviert.

Seit einiger Zeit bietet der PSV Grün-Weiß Ludwigshafen ein spezielles Training für Kinder im Vorschulalter an. Das Training wird nur für Kinder von 4 bis 5 Jahren in einer gesonderten Trainingseinheit einmal die Woche angeboten.

Trainingszeiten: Mittwoch von 17:00 - 18:00 Uhr

Das Prinzip und das Ziel des Karate ist und bleibt das gleiche, wie bei den Großen. Doch es ist wesentlich amüsanter den Kleinen dabei zuzusehen, wie sie die ersten Versuche anstellen ihren Körper unter Kontrolle zu bringen. Und Erfolge sind gewiss, denn die Kinder befinden sich in einer guten Phase zum Erlernen solcher koordinativ schwierigen Übungen. Je früher so etwas geübt wird, desto leichter fällt es ihnen später komplexere Bewegungsabläufe zu erlernen. Konzentration und Koordination sind Dinge, die nicht nur bei sportlichen Aktivitäten gebraucht werden. Sie helfen auch den Alltag besser zu bewältigen.

 

 

Zu den Trainingszielen gehört:
Den Kindern wird spielerisch Karate und die Werte des Karate vermittelt.
Die "ruhigen" Kinder lernen aus sich heraus zu gehen und selbstbewusster aufzutreten. Die "wilden" Kinder lernen Disziplin und auf andere Rücksicht zu nehmen. Dadurch wird auch das soziale Verhalten in der Gruppe geschult.
Durch das regelmäßige Training werden die motorischen Fähigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit des Kindes gefördert.

 

Auszug eines Trainings:
Mit dem Ruf „Aufstellung!“ bringt der Trainer eine Ordnung in das Gewusel der kleinen Karatekas, die bis eben noch durch die Halle getobt sind.

Doch jetzt müssen sie sich erst einmal 2 Minuten konzentrieren und absolut still sein. In einer Reihe aufgestellt knien sie sich nacheinander ab und schließen dann auf ein Zeichen des Trainers die Augen. Diese Übung vor und nach jedem Training ist im Karate üblich. Doch bei den Kleinen wird es schon zu etwas besonderem, denn für sie ist es nicht normal für eine Weile absolut ruhig zu sein und nicht herumzuzappeln. Wenn dann alle wieder auf den Beinen sind, ist es aber schnell vorbei mit der Ruhe – das Aufwärmen beginnt. Bei der „langen Mission“ ist Ausdauer und Koordination gefragt, so ein Linienlauf ist schließlich anstrengend, und wenn man noch aufpassen muss, dass man mit niemandem zusammenstößt, kommt es hin und wieder vor, dass man vergisst welche Linie als nächstes abgeklatscht werden muss. Nachdem auf einem Bein durch die Halle gesprungen, oder auf allen Vieren durchgekrabbelt wurde, werden vorsichtig einige Dehnübungen gemacht. Hierbei werden Übungen gemacht, bei denen die Beine an der Wand sind und der Oberkörper auf dem Boden, sodass die Gelenke nicht belastet werden, denn die Kids sollen sich schließlich noch richtig entwickeln.



Als nächstes werden die Arme mit einer sehr anspruchsvollen Übung bewegt: Der eine Arm soll nach vorne, der andere nach hinten kreisen. Doch nach einigen Wochen schaffen es auch Neuankömmlinge diese Bewegung auszuführen.

Dann probieren die Kinder noch, ihre Hände hinter dem Rücken zu berühren. Je größer ein Kind dabei ist, desto besser kann es das, und schafft es manchmal schon aus eigener Kraft.

 

 

 

 

Nun geht es aber endlich richtig mit Karate los. Es werden Armtechniken im Stand oder Karate-typische Laufbewegungen mit den Händen an den Hüften geübt. Immer wieder wiederholt der Trainer den Bewegungsablauf bis die Technik bei allen sitzt. Um den Kindern immer wieder eine Pause zu gönnen, wird in regelmäßigen Abständen ein Fänger bestimmt, der die Anderen fangen muss. Schließlich ist es ja nicht leicht, sich eine so lange Zeit am Stück zu konzentrieren.

Am Ende des Trainings wird dann noch das Wissen der Kleinen getestet. Der Reihe nach kommt jeder einmal nach vorne und zeigt eine der bisher gelernten Techniken, deren Namen die anderen erraten sollen.

 

Vor allem geistig ausgepowert wird zum Abschluss dieselbe Zeremonie wie am Anfang vollzogen. Und zum Schluss teilt manchmal der Trainer noch eine „Karate-Maus“ aus, die eine der gelernten Techniken zeigt.

Weitere Informationen könne Sie auch gerne per Mail anfragen:
hvmessina@versanet.de